Der Schnuller – ein Stück Mutterliebe?

Der Schnuller – ein Stück Mutterliebe?

Erfahrungsgemäß kann ein Schnuller gelegentlich sehr nützlich sein. Manche Babys mögen ihn von Anfang an, anderen Babys muss der Schnuller angewöhnt werden. Nur wenige Kinder wachsen ohne Schnuller auf. Säuglinge, wie der Name schon sagt, saugen gern. Saugen dient nicht nur der Ernährung, sondern ist auch für die Entwicklung eines Kindes von Bedeutung und kann für ein Baby auch sehr beruhigend sein. Das menschliche Saugbedürfnis steht biologisch gesehen immer im Zusammenhang mit Körperkontakt an der Brust der Mutter, denn Schnuller und Flasche sind lediglich Nachbildungen der weiblichen Brust.
Nicht immer wollen oder können Mütter ihr Babys so häufig stillen und dann bekommen Babys Schnuller und Flasche als Ersatz für die Mutterbrust.
Bekommt ein Baby gelegentlich einen Schnuller, so wird das kaum Auswirkungen auf das Stillen, auf die Sprachentwicklung oder auf Zahnfehlstellungen haben.
Bei jenen Kindern, denen der Schnuller regelmäßig über längere Zeit gegeben wird, kann das zu manigfaltigen Problem führen.
Zu häufige Schnullergabe trägt dazu bei, dass Kinder kürzer gestillt werden, manchmal nicht so gut gedeihen oder nicht so gut an der Brust trinken und auch häufiger Soor bekommen.
Werden Kinder immer wieder mit dem Schnuller im wahrsten Sinne des Wortes „ruhig gestellt“ verzögert sich die Sprachentwicklung. Zahnfehlstellungen, ein offener Biss und Mundatmung sind weitere Auswirkungen von zu häufigem Schnullerlutschen. Kinder die durch den Mund atmen, leiden öfter an Mittelohrentzündung und Bronchitis.

Aus der Praxis wissen wir, dass das Abgewöhnen eines Schnullers nicht so einfach ist, und mit ständigen Machtkämpfen verbunden sein kann.
Ein immer wiederkehrendes Argument für den Schnuller ist: „Daumenlutschen hat viel schlimmere Auswirkungen!“
Dazu ist anzumerken, dass gut gestillte Kinder ganz selten das Daumenlutschen über längere Zeit beibehalten. Beim Spielen mit Bausteinen oder in der Sandkiste steckt der Daumen ganz sicher nicht im Mund, der Schnuller sehr wohl.
Die Frage ist nicht, Schnuller ja oder nein, die Frage ist, was braucht das Kind?
Bei Neugeborenen ist es sinnvoll mit dem Schnuller zu warten, bis sich das Stillen gut eingespielt hat. Merkt die Mutter, dass das Baby so mit drei vier Monaten nicht mehr so gerne gestillt wird, ist die erste Frage, saugt das Baby möglicherweise zu viel am Schnuller?
Beginnt das Kind zu krabbeln und später zu gehen, so ist es für die Entwicklung des Kindes nicht gut, wenn es dabei den Schnuller im Mund hat. Solange ein Schnuller nicht zum ständigen Begleiter des Kindes wird, kann er aber zum Einschlafen und zum Trösten gute Dienste leisten.
Lang gestillte Kinder möchten oft überhaupt keinen Schnuller, sie bevorzugen das „Original“. Langes Stillen wird immer wieder kritisiert und viele meinen, einen Schnuller zu haben sei „natürlicher“ als ein Kind länger zu stillen. Von der Entwicklung her, besteht das Bedürfnis zu saugen auch noch nach dem ersten Geburtstag.

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